Probefahrt-Checkliste: Passt das Auto zu deinem Alltag?

Von Daniel Meier · Aktualisiert am

Kurzantwort: Eine gute Probefahrt prüft nicht nur, wie sich ein Auto fährt. Nimm deine wichtigsten Alltagsanforderungen mit: Sitzposition, Mitfahrer, Gepäck, Parken und typische Strecken. Halte offene Fragen fest, bevor du dich entscheidest.

Vor dem Termin: dein Fahrprofil in fünf Punkten

Notiere deine übliche Tagesstrecke, die längste regelmäßig gefahrene Strecke, deine Mitfahrer, wichtiges Gepäck und deine Parkmöglichkeiten. Bei Elektro oder Plug-in gehört die Lademöglichkeit dazu. Ein Auto für kurze Wege nach Westerholt muss nicht dieselben Anforderungen erfüllen wie eines für häufige längere Fahrten.

Frage vorab, welche Motorisierung, Ausstattung, Räder und Sitze das Vorführfahrzeug hat. Abweichungen zum angebotenen Auto können den Eindruck verändern. Kläre außerdem Dauer, erlaubte Strecke, Führerscheinanforderungen sowie Versicherung und mögliche Selbstbeteiligung mit dem Autohaus. Die Hinweise des ADAC zum Gebrauchtwagenkauf enthalten weitere Informationen zur Vorbereitung einer Probefahrt.

1. Sitzprobe im Stand

  • Stelle Sitz, Lenkrad und Spiegel in Ruhe ein. Erreichst du die Bedienelemente, ohne deine Haltung zu verändern?
  • Probiere Ein- und Aussteigen sowie den Platz auf der Rückbank. Lass möglichst die Personen mitprüfen, die häufig mitfahren.
  • Teste Kinderwagen, Rollator, Hundebox oder anderes typisches Gepäck am tatsächlichen Fahrzeug. Literangaben ersetzen diesen Versuch nicht.
  • Prüfe Sicht nach hinten, Ladekante und die Bedienung der Heckklappe. Passt das zu deinem Stellplatz?

2. Auf der Straße: deinen Alltag nachstellen

Plane im erlaubten Rahmen einen Abschnitt mit Ortsverkehr, Landstraße und gegebenenfalls Autobahn. Prüfe das Anfahren, die Übersicht an Einmündungen, den Federungskomfort und die Geräusche bei üblichen Geschwindigkeiten. Fahre normal und regelkonform; außergewöhnliche Belastungs- oder Bremsversuche gehören nicht in eine gewöhnliche Probefahrt.

Teste die wichtigsten Funktionen vor der Fahrt im Stand. Navigation oder Assistenzsysteme sollten dich während der Fahrt nicht ablenken. Für Rückfragen kann eine Begleitperson Notizen machen. Beim Parken zählt, ob du mit den Abmessungen zurechtkommst, auch ohne dich allein auf Kameras zu verlassen.

3. Elektro oder Plug-in: den Ladealltag mitprüfen

Lass dir Ladeanschluss, mitgelieferte Kabel und die Bedienung erklären. Frage, ob ein Ladetest möglich ist. Beurteile eine kurze Probefahrt nicht als verbindlichen Reichweiten- oder Verbrauchsnachweis: Temperatur, Strecke, Fahrweise und Ladezustand beeinflussen den Eindruck. Für die Antriebsentscheidung hilft der Vergleich von Elektro, Hybrid und Plug-in.

4. Nach der Fahrt: drei Listen statt Bauchentscheidung

Schreibe auf, was passt, was dich stört und was noch ungeklärt ist. Vergleiche anschließend die konkrete Ausstattung des Angebots mit dem gefahrenen Auto. Bei einem Gebrauchtwagen kommen Fahrzeughistorie, Wartungsnachweise und eine mögliche fachkundige Zustandsprüfung hinzu. Bei einem gebrauchten Elektroauto hilft außerdem der Ratgeber zum Batteriezustand.

Deine kurze Checkliste

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Termin in Westerholt vorbereiten

Schreibe mir, welche Modelle dich interessieren und was dein Auto können muss. Ob dein Wunschfahrzeug für eine Probefahrt verfügbar ist, klären wir persönlich. Eine Anfrage ist noch keine Terminbestätigung.